aktualisiert: 16.10.2021


6. Seitenleitwerk

Wie beim Höhenruder, so wird auch beim Seitenruder die Scharnierseite mit einem 10 mm dicken Balsabrett verstärkt, um später eine Keilform (Freiwinkel) anzuschleifen.

Verstärkung der Scharnierseite

Zuerst werden die Streben und der Randbogen zur Probe zusammengesteckt.

Dabei zeigt sich, dass an ein paar wenigen Stellen etwas Nacharbeit der Steckverbindungen erforderlich ist.

Steckverbindungen prüfen

Danach kann das Ganze zusammengeleimt werden.

Seitenruder Verstrebung

Die Nasenleiste der Seitenflosse wird nun ebenfalls mit 10 mm Balsa verstärkt, um hier einen Radius zu Formen.

Seitenflosse Verstärkung

Um für die spätere Beplankung einen sauberen Übergang zu haben, ist das Balsabrett etwas breiter, als die Verstrebungen.

Somit kann die Beplankung an dem 10mm-Brett anschließen und die Rundung der Nasenleiste wird nicht durch eine Leimfuge unterbrochen.

Beim Schleifen würde eine Leimfuge im Bereich der Rundung zu einer leichten Ungenauigkeit des Radius führen, da der Leim härter ist, als das Balsaholz.

Wir werden sehen, ob es etwas bringt ;)

Seitenflosse Verstärkung Rückansicht

Auch hier, wie beim Höhenleitwerk, wird überprüft, ob alles zusammen passt.

Probeeinbau des Leitwerkes

Probeeinbau des Leitwerkes

Das Seitenruderblatt wird beplankt. Der untere Bereich wird auf beiden Seiten geschlossen.

 

Beplankung Seitenruderblatt

Beplankung Seitenruderblatt

Beplankung Seitenruderblatt

Beplankung Seitenruderblatt

Die äußere Kontur wird verschliffen.

Beplankung Seitenruderblatt verschleifen

Auf 3 verleimten Balsabrettern mit 2,5mm Dicke übertrage ich die Konturen des Seitenruderblattes.

Seitenruderblatt Beplankung, Kontur anzeichnen

Kontur des Seitenruderblattes

Die Kontur zeichne ich in einem Abstand von etwa 2 mm nach und verrunde die Ecken.

Kontur der Beplankung

Diese Kontur schneide ich mit dem Skalpell aus.

Zuschnitt der Beplankung

Die andere Seite wird identisch ausgeschnitten und beide Seiten gleichzeitig mit dem Rudergerüst verleimt.

Beplankung Seitenruderblatt

Beplankung Seitenruderblatt

Die Flächen werden verschliffen und die Konturen nachgefeilt.

Seitenruderblatt verschliffen

Ruderanlage Probeeinbau

Ruderanlage Probeeinbau

Übersicht

Der Ausschlag des Seitenruders ist mit jeweils 13° nach jeder Seite angegeben. Hierfür muss die Vorderkante des Ruderblattes einen entsprechenden Freiwinkel erhalten.

Um diesen Winkel gleichmäßig anzuschleifen, befestige ich ein Auflagebrett in einem Winkel von ca. 77° in Bezug zu einem senkrecht angebrachten Schleifpapier.

Der Winkel wird bis fast zur Mitte angeschliffen.

Ein kleiner Steg bleibt in der Mitte ungeschliffen stehen.

Durch den Spalt zwischen Dämpfung und Ruderblatt muss hier keine scharfkantige Mitte geschliffen werden.

Die Bohrungen für die Scharniere lassen sich so besser einbringen.

Schleifvorrichtung für den Freiwinkel des Seitenruderblattes

Die andere Seite wird auf gleiche Weise angeschliffen.

Schleifvorrichtung für den Freiwinkel des Seitenruderblattes

Da das Ruderblatt nach vorne etwas verjüngt ist, ergab sich ein Gesamtwinkel von ca. 27°, was 13,5° auf jeder Seite entspricht.

Toleranzen von jeweils 0,5° konnte ich hier durchaus akzeptieren, da es in diesem Fall eine kleine Reserve des Ausschlagwinkels ergab.

Gesamtwinkel = 27°

Zur stabilen Befestigung der Ruderscharniere klebe ich mit 2K-Kleber Aluminiumrohre ein.

Die Positionen wähle ich so, dass die Scharniere vollständig verdeckt eingebaut werden können und dadurch nach der transparenten Bespannung nicht im Ruderblatt sichtbar werden.

Aluminiumrohre für die Scharniere

In der Dämpfung werden ebenfalls Aluminiumrohre eingeklebt, wobei die Materialstärke nur für die beiden unteren Scharniere diese Möglichkeit der Verstärkung zuließ.

Das dritte Scharnier werde ich direkt in die Balsaholzleiste einkleben.

Scharnierverstärkung Seitenruderdämpfung

Der endgültige Zusammenbau der Ruderanlage wird erst nach der Folierung gemacht.


Das Seitenruder-Servo

Das Seitenruder-Servo baue ich in die Mitte des Rumpfes vor den Schwerpunkt und möglichst tief im Rumpf.

Servoeinbau in der Rumpfmitte

Das bereits vorhandene Servobrett nutze ich als hintere Auflage.

Die werksseitige Aussparung ist zu klein und im eingebauten Zustand nur schwerlich zu erweitern.

Durch den alternativen Einbau rückt auch das Gewicht etwas nach vorne.

Für die vordere Auflage setze ich einen Klotz aus Buchenholz ein.

Seitenruder-Servo

Seitenruder-Servo

 

 

Fortsetzung folgt…


Parallel geht es hier weiter:

7.1. Tragflächen – Vorarbeiten